hr-Fernsehen - SENDUNG AM 07.10.2004
Doris Müller erfährt vom Hirnschlag ihrer Mutter und übergibt den Ärzten die Patientenverfügung: Ihre Mutter wünscht sich ausdrücklich keine lebenserhaltenden Maßnahmen. Doch die Ärzte ignorieren den Wunsch der Patientin, sie wird trotzdem behandelt. Was tun, um ein selbstbestimmte Sterben zu sichern? Unwürdig Dahinvegeterien“ oder „qualvoll Leiden“, das möchte niemand.
Jetzt will die Justizministerin bis Ende des Jahres Klarheit schaffen. Das Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende soll per Gesetz geregelt werden. Wie ernst wird der letzte Wille des Patienten im Klinikalltag überhaupt genommen? In welchem Dilemma befinden sich die Ärzte wenn es um Leben und Tod geht? Kann der Patient überhaupt seine tatsächliche Situation einschätzen und sachgerecht entscheiden oder doch nur der Arzt? Wer kann wirklich einschätzen, wann ein Mensch wirklich keine Chance mehr hat?
Das neue Gesetz und die Patientenverfügung: Hoffnungsschimmer oder Türöffner für aktive Sterbehilfe? Darüber diskutiert Stadtgespräch- Moderator Philipp Engel mit Ärzten, Krankenschwestern, Juristen, Patienten, Angehörigen und allen, die das Thema interessiert.
Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin
Bundesjustizministerin a. D.
Sie ist Schirmherrin der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz und daher für eine intensive schmerzlindernde Sterbebegleitung
Werner Kriesi
Er ist als Pfarrer und Leiter der Freitod Hilfe EXIT in der Schweiz für Sterbehilfe in begründeten Fällen.
Das Stadtgespräch ist zu Gast in einem Krankenhaus in kirchlicher Trägerschaft. Die Ärzte und Pfleger kommen mit diesem Thema immer wieder in Berührung, denn hier werden Krebs- und Herz- Kreislauf Patienten behandelt.
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