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19. SEPTEMBER 2005

Schmerztherapie weiter in Not -
die prognostizierten Umsatzeinbrüche haben sich bestätigt!

Seit Einführung des neuen Einheitlichen Gebührenmaßstabs EBM 2000plus zum 01. April 2005 ist mittlerweile ein Quartal abgeschlossen und ausgewertet worden. Hierbei haben sich die von den Schmerztherapeuten bereits im Vorfeld prognostizierten Umsatzeinbrüche von bis zu 50 % durchgehend bestätigt.

Nur durch die Geschlossenheit der hessischen Schmerztherapeuten in der Verhandlung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen konnte bis Ende dieses Jahres eine gütliche Übergangsvereinigung getroffen werden, die diese existenzvernichtenden Honorareinbrüche auf ein Niveau von maximal minus 5 % abfedert.

Im Gegensatz zu anderen Regionen, in denen diese Übergangsregelungen nicht eingeführt wurden, besteht jetzt in Hessen die Möglichkeit, nach neuen Lösungen, die mit Beginn des Jahres 2006 greifen werden, zu suchen. Ansonsten steht zu befürchten, dass mit Beginn des neuen Jahres ähnlich dramatische Beeinträchtigungen der Patientenversorgung, wie bereits im April dieses Jahres, zu erwarten sind.

In einer gemeinsamen Aktion aller hessischen Schmerztherapeuten möchten wir deshalb den 21. September 2005 nutzen, alle Interessierte, die Betroffenen und auch die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der schmerztherapeutischen Versorgung aufmerksam zu machen.An diesem Tag bleiben unsere Praxen für die reguläre Versorgung geschlossen, Notfälle werden natürlich versorgt.

Im Namen der Schmerztherapeutischen Einrichtungen und Schmerztherapeuten in Hessen

Dr.med.Thomas Nolte

Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden
Sprecher des PalliativNetz Wiesbaden-Taunus
Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie
Präsident der Deutschen Gesellschaft für interdisziplinäre Palliativmedizin

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