30.09.2005
PalliativNetz Wiesbaden Taunus lädt zur 2. Hospiz- und Palliativwoche ein
"Wenn die Trauer nicht enden will…" lautet das Leitmotiv der 2. Hospiz- und Palliativwoche vom 9. bis 15. Oktober 2005, die unter der Schirmherrschaft von Sozialministerin Silke Lautenschläger steht. Veranstalter der Woche mit kulturellen und informativen Schwerpunkten ist das PalliativNetz Wiesbaden - Taunus, ein Zusammenschluss verschiedener ambulanter und stationärer Versorgungseinrichtungen in Wiesbaden und Umgebung. Ziel des PalliativNetzes ist es, eine umfassende integrierte hospizliche und palliative Versorgung am Lebensende aufzubauen. Dem Zuspruch zu aktiver Sterbehilfe und der Ausbreitung von Sterbehäusern können wir nur so wirkungsvoll begegnen. Verbaler Widerstand allein ist nicht ausreichend. Es werden professionelle Strukturen der Palliativversorgung wie das PalliativNetz Wiesbaden - Taunus benötigt! Denn gerade schwerstkranke und sterbende Menschen benötigen eine Betreuung und Behandlung, die durch ihre Fürsorge und Kompetenz das Vertrauen in einen würdigen Tod vermittelt.
Eine zentrale Aufgabe der Hospiz- und Palliativarbeit ist die begleitende Unterstützung bei Trauerprozessen: Trauer über den Tod eines geliebten Menschen, Trauer im Umgang mit einer unheilbaren Erkrankung oder Trauer über zunehmende Hilfsbedürftigkeit. Ziel der Veranstaltungswoche ist es, Trauer als etwas sehr Persönliches zu schützen und gleichzeitig ein Forum zum gemeinsamen Nachdenken und Austauschen zu schaffen, um das Schweigen und die Isoliertheit in der Trauer aufzubrechen.
Verantwortlich für die Organisation der Woche sind der ambulante Hospizverein Wiesbaden Auxilium e.V., das Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden, das stationäre Hospiz Advena, der Evangelische Verein für Innere Mission in Nassau (EVIM) und die neu gegründete Palliativstation der HSK.
Das Programm:
- Zur Trauer-Matinée - einem Frühstück für trauernde Menschen - laden erfahrene Mitarbeiter des Wiesbadener Netzwerks für Trauerbegleitung am Sonntag, 9.10., von 11:00 bis 13:00 Uhr im Roncalli Haus, Friedrichstr. 26-28, ein.
- Am Montag, 10.10. um 16:00 Uhr im Roncalli-Haus, zeigt das figurentheater klitz & klein Der Glücksvogel - Ein Märchen über das Glücklich- und Traurigsein für Kinder ab 5 Jahre.
- Abends um 20:00 Uhr öffnet der Qualitätszirkel Palliativmedizin des PalliativNetzes Wiesbaden Taunus in der Bibliothek der DKD, Aukammallee 33, seine Türen für das interessierte Fachpublikum. In dieser seit vier Jahren zweimonatlich tagenden Konfe-renz werden Probleme der Versorgung Schwerstkranker besprochen wie auch Fortbildungen zu allen Themen der Hospizarbeit und Palliativversorgung angeboten.
- Die FilmBühne Caligari, Marktplatz 9, zeigt am Mittwoch, 12.10. um 20:00 Uhr den mehrfach ausgezeichneten Film - Das Zimmer meines Sohnes des italienischen Regisseurs Nanni Moretti.
- Kinder - Bücher - Fantasien: Die Stadtbibliothek Wiesbaden, Neugasse 15-19, lädt am Donnerstag, 13.10. um 10:30 Uhr zur Lesung mit anschließendem Gespräch über Tod und Trauer und um 15:00 Uhr zur Schreibwerkstatt "Der Trauer einen Ausdruck geben" für Kinder aller Altersstufen ein.
- Petra Afonin stellt um 20:00 Uhr im Pariser Hoftheater, Spiegelgasse 9, in ihrem Chanson-Programm um Liebe, Tod und Trauer eine ungewöhnliche Mischung aus Theater, Kabarett und Chanson vor (Kartenreservierung: Pariser Hoftheater, 300607).
- Der Mainzer Chor voces cantantes unter Leitung von Alexander J. Süß gestaltet die selten gespielte Petite Messe Solennelle von Gioacchino Rossini als Benefizkonzert zugunsten des PalliativNetzes Wiesbaden - Taunus in der Lutherkirche, Mosbacher Str. 2, am Freitag, 14.10. um 20:00 Uhr (Kartenreservierung: Hospizverein Auxilium, 408080).
- Abschluss der Woche bildet der Hospiz- und Palliativtag im Dr. - Jäger-Bildungszentrum der HSK, Ludwig-Erhard-Straße, von 14:00 bis 17:00 Uhr. Vorgestellt wird die Konzeption und Arbeit des PalliativNetzes Wiesbaden - Taunus durch Dr. Thomas Nolte (Schmerz- und Palliativzentrum). Anschließend werden die Refe-renten Dr. Bernd-Oliver Maier (Palliativstation HSK), Alf von Kries (Psychologe und Psychoonkologe HSK) und Pfarrer Tim Sittel (Krankenhausseelsorger) aus ihrer je-weiligen Fachdisziplin zum Thema Wenn die Trauer nicht enden will... berichten. Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch bietet eine anschließende offene Gesprächsrunde.
- Während der Woche sind im Roncalli-Haus die Werke von Schülern aus drei Wiesbadener Schulen zum Thema: Was wünsche ich mir, wenn ich traurig bin... ausgestellt.
Ansprechpartner:
Für die Organisation der Woche:
Sylvia Klein
Hospizverein Wiesbaden Auxilium e.V.
Ambulanter Hospiz- und palliativer Beratungsdienst
Internet: www.hospizverein-auxilium.de
E-mail: s.klein@hospizverein-auxilium.de
Für das PalliativNetz:
Dr.med.Thomas Nolte
Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden
Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.
Internet: www.schmerzzentrum-wiesbaden.de
E-mail:kontakt@schmerzzentrum-wiesbaden.de