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Wiesbadener Kurier vom 08.10.2005

Wie wünsche ich das Traurigsein...
Programm der Hospiz- und Palliativwoche mit Puppenspiel, Kino und Chansonabend

MaK. Unter dem Titel "Wenn die Trauer nicht enden will" findet vom 9. bis 15. Oktober die zweite Hospiz- und Palliativwoche in Wiesbaden statt. Veranstalter ist das Palliativnetz Wiesbaden-Taunus, ein Zusammenschluss verschiedener ambulanter und stationärer Einrichtungen. Deren Mitarbeiter begleiten Schwerstkranke und Sterbende auf dem letzten Lebensweg und helfen, dass er "in Würde, in Gemeinschaft mit anderen, in einer vertrauten Umgebung und mit erträglichen Schmerzen" bewältigt werden kann.

Vom Puppenspiel für Kinder, Chanson- und Filmabend bis zum Symposion spannt sich der Veranstaltungsbogen. Eingeladen sind alle, die Tod und Trauer als Teil des Lebens verstehen oder kennen lernen wollen. Zum Auftakt gibt es am Sonntag (9.10.) im Roncalli-Haus eine Matinee für Trauernde. Mitglieder des Wiesbadener Netzwerks für Trauerbegleitung bieten hier die Möglichkeit zum Ausruhen und Austausch bei einem gemeinsamen Frühstück (11-13 Uhr, Beitrag 5 Euro). Für Kinder ab 5 Jahren zeigt das "figurentheater klitz & klein" am Montag (10.10.) ein Märchen vom Glücklich- und vom Traurigsein (16 Uhr, Eintritt: 3 Euro für Kinder, 5 Euro für Erwachsene). An ein Fachpublikum aus Medizin, Pflegedienst, Psychotherapie und Seelsorge wendet sich ebenfalls am Montag der "Qualitätszirkel Palliativmedizin" in der Deutschen Klinik für Diagnostik (20 Uhr).

Der 2001 in Cannes mit einer Goldenen Palme ausgezeichnete italienische Spielfilm "Das Zimmer meines Sohnes" von Nanni Moretti steht am Mittwoch (12.10.) im Caligari auf dem Programm (20 Uhr, Eintritt: 5 Euro). Erzählt wird die Geschichte einer Familie, die durch den plötzlichen Tod des Sohnes in eine tiefe Krise gerät, bis plötzlich eine unbekannte Freundin des Verstorbenen auftaucht. "Wir sprechen über den Tod, malen und hören eine Geschichte dazu", heißt es am Donnerstag (13.10.) in der Stadtbibliothek für Kinder aller Altersstufen (10.30 Uhr). Am selben Tag und Ort können die Kinder nachmittags in der "Schreibwerkstatt" von ihrer Trauer über einen erlebten Verlust in selbst erzählten oder geschriebenen Geschichten Ausdruck verleihen (15 Uhr).

"Bevor ich gehe, bleibe ich" nennt Petra Afonin ihr Chansonprogramm um Liebe, Tod und Trauer, mit dem sie im Pariser Hoftheater aufwartet (13.10., 20 Uhr, Eintritt: 10 Euro, Vorverkauf: Tel. 0611/300607). In der Lutherkirche gestaltet am Freitag (14.10.) der Mainzer Konzertchor "voces cantantes" unter Leitung von Alexander J. Süß eine Aufführung von Rossinis "Petite Messe Solennelle" (20 Uhr, Eintritt 18 Euro, Kartenreservierung: Hospizverein Auxilium, Tel.: 0611/408080).

Die Präsentation des Wiesbadener Palliativnetzes und ein Symposion zum Thema Trauer im Dr.-Jäger-Bildungszentrum der HSK beendet am Samstag (15.10., 14-17 Uhr) die Veranstaltungswoche. Projektarbeiten von Schülern der Diesterwegschule, der IGS Kastellstraße und der Leibnizschule zum Thema "Was wünsche ich mir, wenn ich traurig bin?" sind während der gesamten Zeit im Roncalli-Haus zu sehen.

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